· 

Mit harmonischer Kommunikation zur Konfliktfreiheit



Die Harmonische Kommunikation, meist Gewaltfreie Kommunikation genannt, ist eine Kommunikationsmethode, ein Kommunikationsstil, welcher unter anderem in der Mediation zur Konfliktlösung genutzt wird. 



Aber die gewaltfreie Kommunikation ist noch viel mehr als das. 



ein Kommunikationsmodell, das die Qualität der Beziehungen verbessert.



Die gewaltfreie Kommunikation hilft dabei die Kommunikation zu verbessern. 


Statt automatisierter, reaktionsartiger, unreflektierter Kommunikation steht eine bewusste, reflektierte Kommunikation im Mittelpunkt. 


Durch das Wahrnehmen und Bewusstsein der eigenen sowie der fremden Gefühle und Bedürfnisse, durch Eigen- und Fremdempathie, wird eine Kommunikation geschaffen, die ein Miteinander, eine Verbindung und Kooperation ermöglicht. 


Im Gegensatz dazu steht eine Kommunikation bei der jeder nur auf die eigenen, egoistischen Ziele aus ist, auf das Entweder/Oder, Konkurrenz und Kampf. 



Die Grundlage der gewaltfreien Kommunikation, kurz GFK, bietet Offenheit und Mitgefühl.



Empathie gegenüber sich selbst und dem Gegenüber. 


Einen Zugang zu den eigenen Gefühlen und den dahinter stehenden Bedürfnissen sowie ein Verständnis für die Gefühle und Bedürfnisse des Gegenübers.


Die Wahrnehmung der Situation, die Reflexion der Gefühle und Bedürfnisse bilden mit der anschließenden Handlung, der Bitte, die vier Schritte der GFK.




Grundsätze der gewaltfreien Kommunikation:

1. Wahrnehmung

2. Gefühl

3. Bedürfnis

4. Bitte



Diese vier Schritte der Wahrnehmung der Situation (1), der Reflexion, welche Gefühle die Situation in uns hervor ruft (2), die Überlegung welche Bedürfnisse hinter den Gefühlen stehen (3) sowie das anschließende Formulieren einer Bitte an unser Gegenüber(4).


Mittels der gewaltfreien Kommunikation können wir unsere Beziehungsqualität erhöhen, ein empathisches Miteinander erreichen, eine Verbindung schaffen und erreichen, dass alle Bedürfnisse berücksichtigt werden.



Um sich mit der GFK vertraut zu machen und ein bisschen zu üben, eignet sich folgende Übung:



  • Überlege bei jedem Satz den du äußerst und jedem Satz den du von deinem Gegenüber empfängst, welche Bedürfnisse dahinter liegen könnten. 
  • Deinem Gegenüber kannst du dies anschließend spiegeln und dich somit erkundigen, ob du mit deiner Vermutung richtig liegst. 



Hierdurch wird zudem eine bewusste, reflektierte Reaktion eingeübt. Automatische Reaktionen sind zu vermeiden, da wir häufig dazu neigen unsere Positionen durchzubringen, uns zu verteidigen, andere zu bewerten oder anzugreifen. 




Ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung:


Ein Beispiel, dass in Familien immer wieder zu Konflikten führt. 

Die Mutter kommt nach Hause und findet zahlreiche Bausteine der Kinder im Hausflur vor. „Wie dashier schon wieder aussieht!“ ruft sie empört. 


Nun überlegt der Vater, welche Bedürfnisse seiner Frau hier nicht erfüllt wurden: Das Bedürfnis nach Ordnung, Sauberkeit, Ruhe, Entspannung, Auszeit. 


Mit der GFK könnte der Vater entgegnen: „Du bist gerade erst von der Arbeit heim gekommen und hattest sicher einen anstrengenden Tag. Wünschst du dir, dass die Dinge an ihren Plätzen liegen, weil dir Ordnung wichtig ist und du dich nach Entspannung in einem schönen, ordentlichen Zuhause sehnst?“


Oder die Mutter könnte selber in sich hinein hören und ihre Gefühle sowie Bedürfnisse schildern: „Ich fühle mich ausgelaugt von der Arbeit. Wenn ich nach Hause komme und all die Steine im Hausflur vorfinde, fühle ich mich gestresst, weil ich Ordnung und Ruhe brauche. Könntet ihr die Steine bitte weg räumen und in den Spielzimmer spielen?“. 


Die Bausteins sind mit Rucksäcken/Taschen/Kleidungsstücken beliebig austauschbar. 


Auch lässt sich das Beispiel auf jeden weiteren inneren oder anbahnenden Konflikt im privaten oder beruflichen Bereich anpassen. 


Probiert es einfach aus ;) 





Peace, Love & Harmony 


Deine Jasmin 












Kommentar schreiben

Kommentare: 0