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Spielwiese der Resilienz - Anleitung zum Aufbau Deiner Resilienz am Beispiel


In diesem Artikel und der passenden Podcastfolge erfährst Du, wie Du mit aktuellen Herausforderungen und Ängsten Deine Resilienz aufbauen kannst. 



Suche Dir Deine Spielwiese der Resilienz!


Resilienz, die innere, also psychische Widerstandskraft, ist die Fähigkeit Stress, Belastungen und Krisen auszuhalten und mit den eigenen psychischen und sozialen Ressourcen auszugleichen. Durch die Aktivierung der Ressourcen geht eine resiliente Person gestärkt aus der Situation und entwickelt sich sogar weiter. Die eigenen Ressourcen werden durch deren Nutzung optimiert und verstärkt. 


Durch Resilienz wachsen wir an Herausforderungen anstatt an diesen zu zerbrechen. 

Die Resilienzfähigkeit einer Person hängt dabei mit verschiedenen Faktoren zusammen. Die frühkindlichen Erfahrungen, das Urvertrauen, das soziale Netzwerk, das Bildungsmilieu, die Intelligenz und Kultur fließen mit ein. 


Resilienz führt dazu, dass die eigenen Bedürfnisse, Kompetenzen und Ressourcen besser wahrgenommen und eingeschätzt sowie genutzt werden. Auch das Denken und Handeln resilienter Personen gestaltet sich flexibel und fördert das Anpassen an neue Situationen.

Was bei mir gerade los ist:


In meiner Story auf Instagram ging es in den letzten Tagen um meine Ängste. Ich nehme Euch ja immer ein bisschen mit und verknüpfe meinen Alltag mit meinen Themen: Mediation, Empathie und Resilienz. 


Ich bin schwanger mit meinem zweiten Kind. Zumindest noch. Es könnte jede Sekunde soweit sein. 


Bei einem ganz normalen Besuch meiner Hebamme kurz vor dem Errechneten bzw geschätzten Geburtstermin dann die Nachricht : meine Kleine plötzlich quer. Eine Geburtsunmögliche Situation. Es müsse schnell gehandelt werden, sagte meine Hebamme. Mein persönlicher Albtraum sollte das zweite mal Realität werden: Kaiserschnitt statt natürlicher Geburt und das schon in wenigen Tagen.


Ich bekam noch am selben Tag einen Termin im Krankenhaus zur Vorbesprechung eines möglichen, geplanten Kaiserschnitts. 


Zum Glück hieß es dann im Krankenhaus ganz gechillt: bis zum ET kann gewartet werden, die Kleine wird sich schon noch drehen- zu viel Fruchtwasser. Tat sie dann auch- in BEL, also „falsch“ herum mit dem Kopf nach oben. Und dann wieder quer. Und dann in die „richtige“ Lage mit dem Kopf nach unten. Hin und her, rund herum. Meine kleine prima Ballerina. 


Als Schwangere kurz vor Geburt (für jeden den es nicht weiß) drehen die Gefühle und Gedanken dann durch. Ich rechnete damit, dass meine prima Ballerina nun so kurz vor der Geburt fest im Becken sitzt und bald die Geburt los gehen darf. Die meisten Kinder drehen sich BIS zur 36. Schwangerschaftswoche in die richtige Position mit dem Kopf nach unten und fangen nicht ein paar Wochen oder Tage vor ET an sich wie ein Kreisel zu drehen. 


Auf einmal war ich im nächsten Krankenhaus zur Vorstellung mit einem Gespräch zur natürlichen Geburt aus Beckenendlage konfrontiert. 


Die Ärzte in dem ersten Krankenhaus klärten mich über die Risiken auf. 30% Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Kaiserschnitt, 1-2% Gefahr einer Uterusruptur und Lebensgefahr für mich und mein Baby. (Achtung: Diese habe ich nicht nachrecherchiert und werde die Zahlen höchstwahrscheinlich auch nicht aktualisieren!) 


Ich hätte nun jederzeit die Wahl für einen geplanten Kaiserschnitt aufgrund der Vorgeschichte des ersten Kaiserschnitts. 


Die Statistiken über diese Risiken, die mir die Ärzte präsentierten minderten meine Vorfreude auf die Geburt. 

Ein Karussell von Ängsten und Sorgen begann. 


Warum ich Dir das erzähle??


Nein, es wird hier nicht um Geburten oder Ähnliches gehen. Aber eben weil ich meine Themen so gerne mit meinen aktuellen Erfahrungen und Learnings verknüpfe, bietet sich dies aktuell an. 


Die tragende Frage: 



Wie kommt man aus solch einem Karussell von Sorgen und Ängsten nun heraus?

Die perfekte Spielwiese zum Aufbau von Resilienz!


Für mich persönlich heißt es nun, naja, und die 7 Bausteine der Resilienz lauten: 





  1. Ich akzeptiere wie es ist und dass ich nunmal keinen Einfluss auf alles habe und ein zweiter Kaiserschnitt eine Möglichkeit darstellt. Aber auch wenn dies der Fall sein sollte: das wichtigste ist doch, dass es meinem Kind (und mir) gut geht und mein Kind gesund geboren wird - egal wie. 
  2. Es besteht eine 70% Wahrscheinlichkeit für eine natürliche Geburt. Eine 99% Wahrscheinlichkeit dafür, dass ich keine Ruptur erhalte. Konzentriere ich mich also auf diese wunderbare Zahlen und visualisiere meine natürliche Geburt. 
  3. Ich kann aktiv etwas tun. Ich kann meinen Körper auf eine natürliche Geburt vorbereiten: indische Brücke und Vierfüßlerstand für die richtige Position der Kleinen, Louwenernährung für eine schnellere Geburt, Entspannungsübungen für eine entspanntere Geburt. Auch meine Einstellung und meine Gedanken werden eine Rolle spielen. 
  4. Ich übernehme die Verantwortung eben durch mein Tun und informiere mich, um während der Geburt die Selbstbestimmung zu behalten mit Fachliteratur.
  5. Ich frage nach positiven Geburtserlebnissen nach Kaiserschnitt und bei Querlage oder Beckenendlage- und hier gibts genug positive Erlebnisse anderer Frauen aus meinem Umfeld und in der Fachliteratur. In diesem Fall tat mir auch noch ein weiteres Gespräch in einer anderen Klinik sehr gut. Diese zweite Klinik sprach von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Geburt auch nach vorangegangen Kaiserschnitt. Hierauf konzentriere ich mich. 
  6. Meine Lösung ist nun also einerseits die Akzeptanz darüber, dass ich nicht immer einen Einfluss habe, aber auch, dass ich mich bestmöglich informiere und vorbereite und, dass ich optimistisch bleibe. 
  7. Ich bin zielorientiert. Ich konzentriere mich bewusst auf das Ziel und nicht auf das Problem. Das wichtigste ist mein gesundes Kind- egal wie. Ich visualisiere meine Traumgeburt, bin vorbereitet und akzeptiert was kommt. 



Die Lage hat sich aktuell, eine Woche später, nicht verändert. ABER meine Einstellung ist anders. Ich akzeptiere wie es aktuell ist, fahre mein Programm weiter, konzentriere mich auf mein Ziel und meinen Wunsch, akzeptiere aber auch, dass es anders kommen kann. 




Hast Du Beispiele und Erfahrungen an denen Du Deine Resilienz ausbauen kannst? 




Was sind Deine Spielwiesen der Resilienz? 




Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. 



Alles Liebe,

Deine Jasmin

















 

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