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Winterblues und der Umgang mit negativen Gefühlen

Winterblues und Umgang mit negativen Gefühlen bzw Stimmungen. 

Du erhältst eine Erklärung der so genannten Winterblues und eine Anleitung zum Umgang mit diesen. 

Winterblues sind wahrscheinlich jedem bekannt. 


Kaum wird es dunkler und das Wetter schlechter folgen auch dunklere Gefühle. Wir fühlen uns schlapper und lustloser als sonst, haben weniger Energie, besuchen mehr Schlaf, essen mehr und oft auch ungesünder- dazu verleitet uns die Weihnachtszeit natürlich auch sehr. Negative Gefühle machen sich breit. 



Mir geht es aktuell ganz genauso. Normalerweise sprudle ich vor Energie und Tatendrang und aktuell habe ich zu nichts Lust. Wer mir auf Instagram folgt bemerkt aktuell wie viel ruhiger es auf meinem Profil ist und auch im Hintergrund läuft aktuell nur das nötigste. 


Ich achte aktuell sehr auf mich - aber dazu später mehr. 


Winterblues gehen meist nicht nur mit weniger Energie sondern auch mit weniger schönen Emotionen einher. 


Diese sind meist Traurigkeit und Ängstlichkeit, können aber auch Schuldgefühle, Scham oder Wut und Ärger sein. 


An dieser Stelle nochmal betonen:

Du bist nicht das Gefühl, Gefühle entstehen aus deinen Gedanken und Bewertungen von Situationen!

Winterblues sind allerdings eher langanhaltende Stimmungstiefs. 

Stimmungen sind länger andauernde Emotionen. 


Nochmal die Basics:

  • Resiliente und optimistische Menschen dürfen negative Gefühle haben. 
  • Ohne negative Gefühle gibt es keine positiven Gefühle
  • Da wo Licht ist, ist auch Schatten, beides gehört zusammen 
  • Negative Gefühle sind wichtig und weisen Dir den Weg zu unerfüllten Bedürfnissen 
  • Gefühle entstehen aus den Gedanken 

  • Du bist nicht das Gefühl. Du hast ein Gefühl und du kannst es auch durch deine Gedanken verändern 

Vor dem verändern sollten Gefühle aber verstanden werden, denn sie sind ja unsere Wegweiser 


Und genau da liegt der Punkt: 


Verändern, nicht Verdrängen oder Ignorieren. 



Umgang mit Winterblues

Aber wie gehen wir denn nun mit negativen Gefühlen um, um an diesen zu wachsen? 


Bezüglich der Winterblues scheint es auf der Hand zu liegen: 

  • Dunkle Jahreszeit 
  • Kälte 
  • Wenig Sonne 
  • Weniger frische Luft 
  • Weniger Sozialkontakte 


Dies drückt nicht nur auf die Stimmung, sondern verändert auch unseren Hormonhaushalt. Frische Luft und Sonne heben die Stimmung- dies ist wissenschaftlich bewiesen. 


Ein wichtiger Schritt ist dem entgegenzuwirken. 

  • gehe raus an die frische Luft
  • Am besten im Wald- der stimmungsbooster
  • Achte auf eine gesunde Ernährung (schwer in der Weihnachtszeit- ich weiß) 
  • Bewege dich! Am besten draußen 
  • Tageslichtlampen sollen gut sein 
  • Meditiere oder mache Achtsamkeitsübungen, um Deinen Geist zu beruhigen und Klarheit zu erlangen
  • Höre auf dich und deinen Körper und deine Bedürfnisse 


Die Kunst liegt darin das Gefühl wahrzunehmen, zu akzeptieren, zu fühlen und zu verstehen und dadurch zu verändern 


Hast du nun beispielsweise Winterblues oder unangenehme Gefühle die immer wieder kommen? 


Ich nehme dich jetzt von ein bisschen mit, wie ich dieses in meinen 1-1-Resilienztrainings angehe und wie es auch in meinem Mini-Onlinekurs den ich zu dem Thema Gefühlsmanagement im Januar anbieten möchte sein wird. 


Beachte aber, dass ich nur mit psychisch gesunden Menschen arbeite und meine Tipps hier sehr allgemein gehalten sind, da es ganz individuell auf die Person, das Gefühl, die Hintergründe, Lebensgeschichte, das Thema und das Ziel ankommt wie wir vorgehen. 


Gefühlsmanagement


Kommt nun also ein negatives also unangenehmes Gefühl oder es begleitet dich vielleicht auch die gesamte Zeit: 


Höre in Dich hinein. 

  • Wie fühlt sich das Gefühl an? 
  • Wo fühlst Du es? (Hals, Bauch...) 
  • Welche Farbe hat es? 
  • Wie beschreibst du es? 
  • In welchen Situationen fühlst Du es? 
  • Hast du es schonmal gefühlt? 
  • Was war den Situationen gemeinsam? 
  • Was beschäftigt dich? 
  • Was brauchst Du? 

Eine Anleitung zum Ausdrucken dazu gibt’s im Mitgliederbereich - den Zugang gibts über den Newsletter. 


Wenn Du herausgefunden hast was Dich warum beschäftigt und negative Gefühle hervorruft und verstehst was Du aktuell brauchst, bist du schon ziemlich weit gekommen! 


Resilienz

Anschließend folgt die Bedürfniserfüllung und die Veränderung deiner Gedankenmuster hin zur Resilienz, damit du diese Kompetenzen als Ressourcen sicherst und beim nächsten mal direkt wieder abrufen kannst. 


Gehe hierzu auch gerne die 7 Schritte der Resilienz durch- je nach Thema, um Dein Mindset grundlegend zu verändern und Resilienz aufzubauen. 


Eine Anleitung hierzu bekommt Du in der Podcastfolge „Spielwiese der Resilienz“. 

Gefühle die wieder und wieder kommen


Nun kam mehrfach die Frage auf, was denn ist, wenn Dich das Gefühl weiterhin beschäftigt. 


Darfst du es denn nun ignorieren oder betäuben? 


Nein, das definitiv nicht, denn dann bleibt es in Dir und schwächt dich oder kommt irgendwann geballt hervor- beispielsweise in einem Wutausbruch, einer Depression oder oder oder 


Was also tun, wenn das Gefühl wieder und wieder kommt? 


Im zweiten Schritt wieder annehmen und fühlen. Vielleicht möchte Dir das Gefühl mehr sagen und es ist nicht alles geklärt? Vielleicht geht es noch tiefer? 


Hier gehen wir dann weiter und schauen, ob dich das Gefühl auf etwas grundlegenderes hinweist, dass Du ändern darfst. 


Frage dich also, ob Dich gerade etwas grundlegendes in deinem Leben stört? 


Ein Hinweis kann sein, in welchen Situationen du das Gefühl fühlst. 


Oder ob parallel dazu Konflikte auftreten.


Vielleicht gibt es auch Situationen in denen du die Fassung oder Geduld verlierst? 


All dies können Hinweise sein. 


Manchmal kann auch eine Mediation dahin führen. Hier sollen die Gedanken zur Ruhe kommen, aber gleichzeitig bist du dabei Beobachter deiner Gedanken und kannst dadurch mit etwas Distanz Deinen eigenen Geist beobachten und herausfinden, worum Deine Gedanken drehen und vielleicht auch was dahinter steht. 


Eine tolle Methode sind auch Zwiegespräche. Schnapp dir deine/n Partner und jeder bekommt 15 Minuten und spricht über das was ihn oder sie beschäftigt. Deutlich effektiver als das Selbstgespräch, auch wenn der Zuhörer nicht unterbrechen und nichts sagen darf für diese 15 Minuten. Aber vielleicht kommt ihr gemeinsam der Sache näher. 


In meinem Training geht es anschließend geht um Werte, Erwartungen, Glaubenssätze, innere Kinder, Rollen, innere Konflikte, dein Inneres Team, Deine Persönlichkeitsstrukturen.  In all diesen Bereichen können innere Konflikte liegen, die das negative wiederkehrende Gefühl oder Deine Winterblues verursachen. 


Es ist eine spannende Reise zu dir selbst, auf die dein Gefühl Dich einlädt! Deine Gefühle sind immer für dich und nicht gegen dich. Sie zeigen Dir, wo du etwas verändern oder wachsen darfst. 

Gefühle ziehen lassen


Wenn Du Dich nun ziemlich intensiv mit deinem Gefühl oder deinen Winterblues beschäftigt hast kann es sein, dass diese noch größer werden. 


Ziel der emotionalen Intelligenz ist es allerdings die Gefühle positiv zu beeinflussen und sich selber zu motivieren. 


Hier kommt die Resilienz wieder ins Spiel. 

Du hast Dein Gefühl geklärt und es kommt dennoch wieder? 


Nimm es an!


 „Danke Gefühl, dass du da bist und mir den Weg weist. Ich weiß nun Bescheid! Ich lasse dich ziehen!“ 


Nimm mindestens drei tiefe Atemzüge. 


Anschließend darfst du dich auch wieder auf etwas anderes konzentrieren. 



Ich vollziehe an dieser Stelle am liebsten erst eine Achtsamkeitsübung und anschließend eine Dankbarkeitsübung. 


Mit der Dankbarkeit, eine Form der Freude, kannst du nun diese Freude bewusst erleben und vermehren, in dem du dich auf das Gefühl der Freude konzentrierst und dadurch ein Meta-Gefühl kreierst. Der Inbegriff der emotionalen Intelligenz. 




Hast du noch weitere Fragen? Brauchst Du konkretere Tipps? 



Dann kontaktiere mich gerne oder informiere dich über meine Trainings und Kurse. 




Alles Liebe, 

Deine Jasmin 

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