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2/3 Vereinbarkeit: Vom Stress zur Leichtigkeit

Im zweiten von drei Teilen möchte ich Dir mein Herzensanliegen mitgeben: Wie Du gestärkt aus Herausforderungen der Vereinbarkeit gehen kannst. 




Im ersten Teil bin ich auf die verschiedenen Herausforderungen, Konflikte und Stressoren eingegangen, die wir durch unsere Elternschaft haben. Diese spielen sich innerhalb der Elternschaft, Partnerschaft, Beruf und Vereinbarkeit all dieser Dinge ab. 


Also ein ziemlich großes Päckchen an Herausforderungen, das wir Eltern da mit uns herumschleppen! Das coole: Einen Großteil davon kannst Du ändern und auch noch zu Deinem Vorteil nutzen! 


Ich weiß, es ist ein Weg. Bei mir war das auch nicht von Beginn an meiner Mutterschaft so. Ich durfte ebenfalls hineinwachsen und lernen es zu nutzen. Ich habe es mir am Anfang meiner Elternschaft so enorm schwer gemacht. Ich dachte es wäre natürlich leicht und es wäre von selber einfach. All die Aufgaben, Erwartungen und Herausforderungen sind über mich eingeprasselt. Aber weniger wie Regentropfen, eher wie Ziegelsteine. 

Nach der Geburt meines ersten Kindes war ich lange nicht so gelassen uns ruhig wie heute, obwohl die Situation heute objektiv deutlich herausfordernder ist. Ich wollte alles richtig machen, die perfekte Mutter, Businessfrau, Ehefrau, Hausfrau- ich wollte alles sein und das auch so, wie ich dachte, dass es von mir erwartet wird. Wären mir noch acht Arme dazugewachsen und hätte ich es geschafft ohne Schlaf auszukommen, ja, dann hätte ich es wohl auch so beibehalten. Der Versuch allem und jedem gerecht zu werden laugte mich ziemlich aus. Ich wurde mit so vielen unterschiedlichen Erwartungen konfrontiert und hatte nicht auf dem Schirm, dass ich darauf auch ruhig mal pfeifen und meinen eigenen Weg finden darf. Ich durfte lernen die Ziegelsteine nach und nach weg zu tragen und mich zu befreien. Und dahin möchte ich Dich ebenfalls führen! 

Was ist heute anders?

Heute versuche ich anzunehmen was ist und es vor allem nicht mehr jeden recht zu machen und die teilweise widersprüchlichen Erwartungen zu erfüllen, sondern stelle mich, ebenso wie meine Kinder und Arbeit, in den Vordergrund. Denn ich habe gelernt, dass es weder meiner Familie noch meinem Business gut tut, wenn ich nicht auf mich achte. Nur, wenn ich zufrieden, ausgeruht, in meiner Kraft bin, kann ich mit meinen Grenzen positiv umgehen. 

Wie kommst Du nun dahin auf Dich zu achten?

Du kannst Dich nur von den äußeren Erwartungen befreien, wenn Du diese wertfrei wahrnimmst und parallel Dich auf Deine Werte und Ziele besinnst. 

Schnapp dir also ruhig einen Stift und Zettel und notiere Dir alle Erwartungen die auf Dich zukommen. Von Deinem Partner, Kindern, Eltern, Schwiegereltern, Arbeitgeber:in, Mitarbeiter:innen, Kolleg:innen, Kund:innen. 


Welche Erwartungen lösen direkt ein komisches Gefühl aus? 

Welche vielleicht auch ein Gutes? 

Wie stellst Du Dir Dein Sein, Deine Rolle, Dein Leben, Deine Familie vor? 

Wie möchtest Du Leben? 

Und was brauchst Du, um glücklich zu sein? 



Selbstfürsorge ist die Weiterführung des Selbstbewusstseins. Bist Du Dir Deiner Selbst, Deiner Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse bewusst ist dies ein wertvoller Schritt. Selbstfürsorge bedeutet, dass Du anschließend auch in die Umsetzung gehst. Als negativ empfundene Gefühle, wie Stress und Wut, zeigen Dir, dass Deine Bedürfnisse nicht in Balance sind. 

Ich stelle mir Vereinbarkeit gerne als Waage vor, allerdings mit vier Ausrichtungen: Familie, Beruf, Partnerschaft und Du selbst. Wie sieht Deine Waage aktuell aus? Priorisierst Du Dich bereits selber? 


Anderenfalls wird höchstwahrscheinlich Stress auftreten. Gehst Du nicht schnell in die Selbstfürsorge und kümmerst Dich um Dich, lässt Stress Dir in der Regel drei Reaktionsmöglichkeiten: Kampf, Flucht oder Lähmung. Du kannst Dich vom stressigen Familienalltag in die Arbeit, Sport, Etc flüchten. Dieser Plan geht häufig nicht auf, vor allem, wenn es auf der Arbeit auch Stress und Konflikte gibt. Vor allem wird nichts gelöst und die Herausforderungen bleiben bestehen. Stress und Konflikte lösen sich (leider) nicht von selbst. Lähmung ist also auch keine geeignete Strategie, denn es hört ja nicht auf. Verständlicherweise gehen wir dann in den Kampf. Und ich sage wir, weil es dies jeder von uns kennt- auch ich! Flucht und Lähmung, alles aushalten, die Starke sein, es wuppen, alles unter einen Hut quetschen- bis es nicht mehr geht. Und dann? Platzt es raus. Der Kampfmodus übernimmt, die Wut steigt hoch und lässt den Stress raus. In einem Wutanfall, einem Konflikt. Du schreist Deine Kinder an oder Deinen Partner, vielleicht auch Deine/n Mitarbeiter/in. Puh. Im ersten Moment tut das gut! Fast schon gemein zu sagen, wie gut es sein kann, jemanden anzuschreien und als Ventil zu nutzen. Und genau das folgt: Das schlechte Gewissen. „Bin ich nun eine schlechte Mutter? Ein schlechter Mensch? Morgen mache ich es ganz anders! Morgen Ruhe ich in mir selbst und werde definitiv nicht laut?“ Vielleicht kennst Du diese Gedanken. Allerdings reproduzieren sie dieses Stress. 

Du setzt sich selber unter Druck und machst Dich selber schlecht. Beides wieder enorme Stressfaktoren, die sich zusätzlich auf Dein Stresslevel setzen. Es wird mehr und mehr. Bis Du Dich wieder entlädst, den Stress raus lässt. Und dann wird es noch mehr und mehr. Ein Teufelskreis! 


Wie kommst Du da nun wieder heraus? Wie kannst Du nun ruhig, gelassen und innerlich stark werden und vor allem bleiben? 


In erster Linie darfst Du Dir den Druck raus nehmen! Niemand erwartet von Dir oder sollte von Dir erwarten, dass Du alles wuppst. Nimm an was ist und achte in erster Linie auf Dich. Du bist die wichtigste Person in Deinem Leben, Deiner Familie und Deinem Business. Falls sich nun die Ich-muss-für-alle-da-sein-Stimme meldet: Nur wenn es Dir gut geht, kannst Du auch für andere da sein. Höre auf den Stress und achte auf Dich! 


Wie dies nun konkret aussieht und was Du noch tun kannst? 


Dies erfährst Du im nächsten Teil ♥️


Bis dahin lade ich Dich dazu ein, dass Du Dich und Deine Reaktionen in stressigen Situationen und Konflikten wahrnimmst. Beobachte Dich. Schreibe es Dir auf. Suche nach Mustern. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Veränderung! 


Benötigst Du dabei Hilfe und möchtest Du Vereinbarkeit mit Leichtigkeit leben und Deine berufliche Anerkennung erhöhen? Dann nimm an meinen Trainings teil oder melde Dich für ein 1 zu 1. Ich freue mich auf Dich! 



Alles Liebe, 


Deine Jasmin 

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