Wiedereinstieg: Weniger Chaos, mehr Klarheit



„Den Wiedereinstieg hab ich mir irgendwie leichter vorgestellt. Hätte ich mir mal vorher Gedanken gemacht, was ich möchte und wie ich mir das holen kann und das schon im Wiedereinstiegsgespräch klar gemacht!“ 


Sagte meine Klientin im Training zu mir. Denn da saß sie nun: 


Auf einer Stelle, die ihr nicht gefällt, mit einem Gehalt, das zu niedrig ist und zu Bedingungen, die mit Familie nicht vereinbar sind. 


Damn! 


Klar kannst du dann auch noch was reißen! Prävention ist allerdings immer besser als Kuration. 



Vom Chaos in die Klarheit



In diesem Artikel geht es um deine Motivation für den Wiedereinstieg. Du erfährst warum es dringend Notwendig ist, dass du deine Motive kennst. 


Warum Vorbereitung für Deinen Wiedereinstieg wichtig ist


Leider ist Degradierung nach der Elternzeit und mit dem Wiedereinstieg heute eher der Standard als Würdigung, Wertschätzung und Aufstieg von Müttern zurück im Beruf.

Unterschiedliche Studien belegen, dass mit dem Wiedereinstieg jede 3. Mutter ein geringeres Gehalt, weniger Verantwortung, geringere Aufstiegschancen erhalten. 

Ganz schön kacke. 


Da studierst ne halbe Ewigkeit, sammelst Berufserfahrung und Weiterbildungen wie andere Muscheln am Strand und mit der Schwangerschaft soll das alles wertlos sein? 


Nee, nee, nee, nicht mit uns! 


Damit dir das nicht passiert, ist Vorbereitung und Strategie nötig! 



Werde dir klar:

  • Was du willst,
  • Was du kannst, 
  • Was du und deine Familie braucht, 
  • Wie dein Wiedereinstieg aussehen soll, 
  • Wie du deine Karriere planst, 
  • Wie Vereinbarkeit gelingen kann. 


Fragst Du Dich, wofür Du das so genau wissen solltest?



Naja, wenn Du nicht genau weißt, was Du willst, was Dein Ziel ist, na, wie willst Du denn dann dafür einstehen??

Wenn du zum Beispiel weißt, dass du zurück in den Beruf möchtest, weil du dich entfalten, deine Stärken einbringen, wachsen, Karriere machen und erfolgreich seinmöchtest,dannverhandelstdudeutlichklarer in diese Richtung.

Du brauchst ein Ziel und eine Vision, um deinen Wiedereinstieg zu gestalten.   

Ansonsten kann es dir - wie vielen Wiedereinsteigerinnen- passieren, dass du zurück kommst, deine Stelle besetzt ist, du degradiert wirst. 

Das ist Diskriminierung, ja. Du kannst dich rechtlich wehren, ja. Wäre aber irgendwie angenehmer das einvernehmlich auszuhandeln oder?

Ich hab es damals versäumt. Und das sehe ich heute als Mediatorin und Lehrbeauftragte für Verhandlungsmanagement anders. Hach, ja.
Mach du es doch besser ;)

 
Dann kannst du auch mit Aussagen wie diesen ganz anders umgehen: 




Diese und ähnliche Aussagen hören Wiedereinsteigerinnen leider ziemlich oft. 

Aber das schlimme: sie versuchen es zu glauben. 

„Vielleicht ist es besser. Dann opfere ich dich lieber die Karriere als mich aufzuopfern oder wertvolle Familienzeit!“ 

I feel you! Ich kann’s soooo gut nachfühlen, weil ich es selber geglaubt habe. 

Als ich schwanger war, wurde ich erst zur Sekretärin und dann in den Keller zum Akten sortieren degradiert. In den Keller!!! Keller!!!

Und ich hab gedacht: Joar, vielleicht ist es besser. Kann ich mich ausruhen. Chillen. 

Bullshit!!! 

Denn weißt du wie es wirklich aussieht?

Vereinbarkeit wird mit Degradierung schlimmer und anstrengender- nicht leichter! 


Du bekommst das Gefühl wertlos zu sein, umsonst studiert zu haben, nichts mehr zu bedeuten und deine Zeit sinnlos zu vertrödeln.
 
Das frustriert! Das stresst! Das belastet! 

Gründe für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit



Wie stellst du dir deinen Wiedereinstieg vor und warum willst du überhaupt zurück? 


Oft sind wir Mamas hin und her gerissen zwischen Angst und Vorfreude:


Du freust dich darauf herauszukommen, nicht mehr nur Mama zu sein und gleichzeitig frisst Dich das schlechte Gewissen auf? 

Bist du überhaupt schon bereit dazu? 

Oder ist es längst überfällig? 



Du willst Karriere UND eine gute Mama sein. 


Allerdings fürchtest du dich entscheiden zu müssen und irgendwas aufopfern zu müssen: 

  • Dich 
  • Deine Karriere 
  • Deine Familienzeit 

Wuah! Klingt nicht so dolle. Kein Wunder, dass langsam Panik aufsteigt und du nachts nicht mehr schlafen kannst. 

Mit diesen Gedanken und Gefühlen bist du nicht alleine. 99% der Mamas die zu mir in die Coachings kommen bringen dieses Innere hin und her mit. 

Hier Klarheit in diesen neben zu schaffen ist für einen gelungenen Wiedereinstieg der erste und wichtigste Schritt. 


Hast Du Dich bereits intensiv mit Deinen Motiven auseinandergesetzt? 

Warum willst du zurück in den Job? Bzw warum jetzt oder dann wann es für dich eben so weit ist? 

Wenn Du Dir den Zeitpunkt bewusst wählst und dir klar sowie sicher bist, dass dies richtig ist- ist das die halbe Miete! 



Ich habe dir hier ein paar Klassiker-Gründe für den Wiedereinstieg gesammelt: 





Findest du dich bei einem oder mehreren dieser Gründe wieder?

Die Gründe für den Wiedereinstieg können sehr vielfältig sein. 

Es gibt intrinsische und extrinsische Motive die den Wiedereinstieg motivieren. 


Intrinsische & extrinsische Motivation beim Wiedereinstieg


Die intrinsischen Motive entspringen deinen Werten, Bedürfnissen und Wünschen. Sie kommen quasiausdir heraus. Sie brauchen dabei nicht unbedingt ein Ziel oder einen Zweck. Oft erfüllensieallerdings einen individuellen Sinn. Du sagst: „Ich WILL wieder arbeiten!“
Als Beispiele sind der Wunsch sich zu entfalten oder etwas zu bewirken zu nennen. Vielleichtaucheinfach nur, weil es dir Spaß macht. Und genau an dieser Freude spürst du übrigens auch, ob duintrinsisch motiviert bist. 

Die extrinsische Motivation entspringt im Außen. Sie wird dir vordiktiert, auferlegt.Vielleichtfühlst du dich gezwungen oder unter Druck gesetzt: „Ich MUSS wieder arbeiten“. 
Zum Beispiel aufgrund der finanziellen Situation, Rente, etc. 
Du möchtest oder musst ein bestimmtes Ziel erreichen. Freude empfindest du eher weniger. Das mussgarnicht mal so schlecht sein. Manchmal ist es eben so- wie bei der Steuererklärung. Machst du nichtso gerne, muss aber sein. Nun. Die Steuer machst du allerdings nur einmal im Jahr.

Deiner Erwerbstätigkeit gehst du jeden Tag nach. Sich jeden Tag gezwungen fühlen… Herrje. Nicht so nice! 




Dann mischt sich allerdings das schlechte Gewissen ein: 

Hach, ich bin ja auch einfach gegangen.“

Nee, bist du nicht. Du hast Leben geschaffen! Du bist das wertvollste ever! Du bist eine Göttin! 

So solltest du behandelt werden und dich selber sehen. 

Du bist wertvoll- vor allem als Mama und als Mama im Beruf. 

Und genau diesen Gedankenswitch darfst du vor deinem Wiedereinstieg und besser noch vor deinem Wiedereinstiegsgespräch vollziehen. 

Es ist nicht fair und auch rechtlich nicht erlaubt, dass du degradiert wirst. 

Glaubst du allerdings, dass du etwas wieder gut machen musst, dann sendest du dies nach Außen und dein Gegenüber reagiert entsprechend. 




Möchtest Du mit mir zusammenarbeiten?

Gemeinsam rocken wir deinen Wiedereinstieg!

 Du baust deinen Selbstwert auf, erkennst deine Kompetenzen und Stärken, vernetzt Elternkompetenzen zu Führungskompetenzen, entwickelst eine Strategie für deinen Wiedereinstieg, lernst zu verhandeln und findest dein Modell der Vereinbarkeit! 


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