Kranke Kinder als Karrierekiller?

Sind kranke Kinder Karrierekiller?

Lassen sich kranke Kinder mit Karriere vereinen oder sind Kindkranktage Karrierekiller?



Der aktuelle Herbst/Winter stellt uns Eltern vor neue Herausforderungen. Durch den Lockdown des letzten Winters scheinen die Kinder die Viren aus zwei Jahren nachzuholen: Fieber, Schnupfen, Husten, RSV, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung - um nur einige zu nennen. 

 

Die Möglichkeiten sind vielfältig- und all das mitten in der Pandemie. Puh! 

 

Fühlt sich fast so an wie Project X, eine Party die völlig außer Kontrolle gerät. 

 


Eine absolute Herausforderung für Karriere mit Kind!



„Liebe Frau Maibach, es gibt 20 verschiedene Viren, ihre Kinder haben nun einen davon. Durch den Lockdown des letzten Jahres konnte sich das Immunsystem nicht wie gewöhnlich bilden. Die Kinder holen nun alles nach. Das ist ganz normal.“ sagte unser Kinderarzt nach der Diagnose Lungenentzündung und Verdacht auf RSV. 

 

Aaaaahhh! 

 

20! Fühlt sich an wie Bingo spielen. Ich schätze 4-5 haben wir bisher abgehakt. Bleiben noch -What!- 16? Soll das ein Witz sein? 

 

„Normal“ kommt mir mittlerweile ja gar nichts mehr vor. 

In Zeiten der Pandemie und nach all den zahlreichen Lockdowns ist die Laune von uns Eltern ohnehin schon im Keller. Die Aussichten nun die Krankheiten vom letzten Jahr nachzuholen… Heidewitzka! Wie soll Mama (und Papa) dabei noch Karriere machen? 



Aufruhr statt besinnliche Ruhe



Heute Kinder wird’s was geben, heute wird es Vieren schneien“. 


Die Aussichten sind aktuell nicht ganz so rosig und all das zur Vorweihnachtszeit. Die Zeit in der wir uns noch mehr als sonst Verbundenheit und Ruhe wünschen bedeutet für uns Eltern aktuell Aufruhr. 

 

Kind und Karriere ist die eine Sache. 

Aber Kindkrank und Karriere- lässt sich das überhaupt noch vereinen? 

 



Kindkrank als Karrierekiller?



Ich überlege meine Elternzeit um ein Jahr zu verlängern, denn ich hab keine Ahnung, wie ich so noch arbeiten soll!“ schrieb mir eine Klientin, mit der ich gerade zusammen an ihrem Wow-Wiedereinstieg arbeite. 

 

„Wenn ich dieses Jahr schon zurück im Job gewesen wäre, wäre meine Karriere doch sofort am Ende gewesen! So viel Kindkranktage wie ich brauche gibt es gar nicht!“ erklärte sie mir beim anschließenden Telefonat. 

 

Mein erster Impuls als Mama: „I feel you! I feel you so was von!!“ 

 

Mein zweiter Impuls als Trainerin: „Es gibt Wege und Möglichkeiten auch Kindkrank mit Karriere zu vereinbaren! Ich hab ihn gerade selber durch.“ 

 



Darf ich dann Zuhause bleiben?

Ja, aber….



Fakt ist: Wenn Kinder krank sind, brauchen sie besonders viel Fürsorge - und diese selbstverständlich von Mama und Papa. Ebenso selbstverständlich ist es, dass wir Eltern für unsere Kinder da sein wollen. 

 

Viele Eltern fragen sich, ob sie denn überhaupt Zuhause bleiben dürfen, wenn das Kind krank ist. 

 

Ja! Mama oder Papa dürfen zuhause bleiben, wenn das Kind krank ist. Der Arbeitgeber ist zur Lohnfortzahlung verpflichtet. 

 

Aber: Voraussetzung ist ein Attest vom Kinderarzt und die Kinderkranktage sind meist auf maximal 10 Tage pro Elternteil und Jahr beschränkt. 

 

Tipp: Prüft hier beide (!) eure Vereinbarungen im Arbeitsvertrag! 

 



Kindkranktage sind aufgebraucht

- und nun?



Die Realität der sich aktuell sehr viele Eltern stellen: „Mein Kind ist aktuell mehr krank als gesund. Meine Kindkranktage und auch die von meinem Partner sind aufgebraucht. Und nun??“

 

Tipp: 

Wird einen Blick in den Arbeitsvertrag! Hier können individuelle Vereinbarungen getroffen sein. Und wenn du noch in Elternzeit bist: Handle direkt Vereinbarungen für solche Fälle mit deinem Wiedereinstieg aus! 

 



Lösung 1



In diesen verrückten Pandemiezeiten erlebe ich mehr und mehr ArbeitgeberInnen, die Verständnis zeigen und ihren MitarbeiterInnen Vereinbarkeit ermöglichen indem sie zusätzliche Kindkranktage gewähren. 

 



Lösung 2



Alternativ bleibt die Möglichkeit sich als Elternteil Urlaub zu nehmen, um das Kind zu betreuen. Sich unrechtmäßig selber krank zu melden kann übrigens zu einer Abmahnung oder gar Kündigung führen. 

 



Lösung 3



Durch die pandemiebedingten Homeoffice-Regelungen einigen sich mehr und mehr auf das reine Homeoffice. Hier können Eltern von zuhause aus Arbeiten und dabei die Kinder betreuen. 

 

 


Homeoffice mit Kind
Homeoffice mit Kind

Homeoffice mit krankem Kind

- so kann es gelingen



Homeoffice mit krankem Kind klingt auch nur für diejenigen cool, die keine Kinder haben. 

 

Das Kind ist schließlich krank und nicht ohne Grund zuhause. 

Und: Ein krankes Kind ist in der Regel auf noch mehr Liebe und Fürsorge angewiesen als sonst. 

 

Ob Homeoffice mit krankem Kind gelingen kann hängt in erster Linie natürlich 

·       von dem Kind und

·       von der Krankheit ab. 

 

Hat das Kind einen leichten Schnupfen oder abklingenden Husten und darf aufgrund der verschärften Vorsichtsmaßnahmen nicht in den Kindergarten/Schule ist es meist möglich von Zuhause aus zu arbeiten. 

 

So oder so erfordert es: 

·       Transparenz 

·       Absprachen 

·       Organisation 

 

Beruflich wie Zuhause! 

Der wichtigste und so oft unterschätzte Schritt ist es Deine KollegInnen, MitarbeiterInnen und KundInnen zu informieren. Sei ehrlich, transparent und authentisch. 

 

Eine Kundin von mir sagte treffender weise: „Also entweder die haben in dieser Ausnahmesituation Verständnis oder die können mich mal!“ Glücklicherweise kommt in den meisten Fällen Verständnis zurück. Schließlich sucht sich kein Elternteil einen Lockdown und heftige Viren und ständig kranke Kinder aus. Wer Kinder hat weiß, wie uns Eltern kranke Kinder herausfordern! 

 

Ein Problem das immer wieder auftritt ist die gängige Vorstellung von Homeoffice mit Kindern. Wer denkt Kinder wären genau dann, wenn sie es sein sollen ruhig und leise, hahaha, kennt keine Kinder. Denn genau dann macht es ja Spaß. Je mehr wir Eltern versuchen die Kinder aus dem Arbeitsleben herauszuhalten, desto mehr drängen sie sich hinein. Verständlicherweise! Wird also Zeit für Veränderungen… I mean… 21. Jahrhundert, wir sprechen von Vereinbarkeit, New Work, Work-Family-Balance- höchste Zeit oder? 



„Kinder sollten im Homeoffice unsichtbar sein“



Hahahaha. Ich finde es immer wieder süß, welche Vorstellungen sich da so durch die Gesellschaft bahnen. Der Gesellschaft die an uns Mütter diese völlig abstrusen Ideale stellt: bekomm Kinder, seh danach bitte aus wie ein Victoria Secret Engel und mach Karriere, aber bitte indem du rund um die Uhr für deine Kinder da bist und halte diese dabei aus den Business raus. 

 

Genau: unmöglich! 

 

Außer du hast vielleicht so einen Unsichtbar-Umhang wie aus Harry Potter. 

 


Ich entscheide mich ganz bewusst für eine echte und tiefe Vereinbarkeit und Verbindung aus Familie und Beruf.



In meinen Vorlesungen sitzt immer mal ein Kind auf meinem Schoß, zwischendurch stille ich meine Tochter und spreche in ‚MitarbeiterInnenführung‘ davon, dass all diese Elternkompetenzen Führungskompetenzen sind! 

 



Fakt: Was wir vorleben, das inspiriert andere!



Lasst uns doch als Mütter der neuen Generation echte Vereinbarkeit und Verbindung vorleben und die Kinder mit in die Karriere einfließen lassen statt diese künstlich auszugrenzen. 

 



Zerrissen zwischen krankem Kind und Karriere



Du sorgst dich um die Reaktionen? Machst du dir selber vielleicht noch mehr Stress und Druck als da sein müsste? 

 

Du möchtest deinem Kind gerecht werden, deiner Arbeit gerecht werden, deine Karriere nicht zurück stellen, aber dich selber auch nicht aufopfern? 

Wuah! Klingt als solltest du an meinem Onlinekurs teilnehmen ;) 

 

Dem Supermama-Rockstar-Feeling entgegen stehen dann betrieblichen und/oder gesetzlichen Regelungen, selbstgemachter Stress und Sorgen sowie Druck von KollegInnen, KundInnen, MitarbeiterInnen oder Vorgesetzten. 

 


Schlechtes Gewissen wegen Kindkrank?



Sehr viele Mütter (und Väter) plagt mit den Kindkranktagen das schlechte Gewissen und/oder die Angst vor der Reaktion der KollegInnen oder der eigenen MitarbeiterInnen. 

 

In meinen Trainings und Coachings gehe ich hier zuerst zu dir. Was sind deine Glaubenssätze dahinter? 

 

Häufig kommt hier ans Licht: „Als Mutter bin ich beruflich nichts mehr wert und muss mich ständig beweisen. Wenn das Kind krank ist und ich ausfalle umso mehr!“ 

 

Unsere Gesellschaft und die Arbeitswelt verleiten uns Mütter auch zu diesen Glaubenssätzen. I feel you! Und dank meiner Arbeit weiß ich, dass es den meisten Müttern so geht! 

 

Umso wichtiger, dass wir hier für Veränderungen sorgen! 

 



Mach dir klar, was du kannst, wer du bist und was du drauf hast. Nicht trotz deiner Mutterschaft, sondern gerade deswegen!

Wenn du dabei Unterstützung brauchst hüpf in meinen Kurs: 


Aus diesem Selbstbewusstsein heraus kannst du mit deinen KollegInnen Absprachen treffen. Schaffe Verbindung, Vertrauen und Transparenz. Durch Offenheit und Authentizität wird Empathie geschaffen. Du brauchst weder an Mitleid zu appellieren und dich klein zu machen, noch die Starke zu spielen und dich verbiegen bis du brichst. 

 

Frage deine KollegInnen und Vorgesetzte was sie von dir brauchen, werde dir klar darüber, was du leisten kannst und setze Prioritäten. 

 

Auf Sorgen wie „Nun müssen die anderen meine Aufgaben mit erledigen“ und „Hoffentlich nehmen sie es mir nicht übel. Bestimmt verfluchen sie mich gerade dafür“ folgen häufig Bemühungen wie „Ich versuche es irgendwie wieder gut zu machen und auszugleichen!“ oder „Vielleicht sollte ich aus dieser Erfahrung auch lernen und meine Karriere einfach ruhen lassen bis die Kids größer sind. Noch mehr Stunden reduzieren.“ 

 

Das schlechte Gewissen treibt vor allem viele Mütter in einen Kreislauf des Wiedergutmachens oder verleitet zum Aufgeben. Vielleicht funktioniert Karriere mit Kind doch nicht? 

 



Warum dich der straighte Arbeitswille schneller aufs Abstellgleis führt



Tatsächlich kreierst du dir hier schnell deinen eigenen Strick. Der größte Fehler, den ich immer wieder bei Müttern erlebe die Karriere machen möchten, vor allem bei den so genannten Teilzeit-Mamis ist es der Versuch der Wiedergutmachung. 

Vor allem nach Krankheitstagen, Kinderkranktagen, nach dem Wiedereinstieg nach der Elternzeit und bei Rückkehrerinnen aus der Elternschaft in Teilzeit erlebe ich es immer wieder und wieder: 

 

„Wenn ich mir den Hintern abarbeite, keine Pause mache, total straight durcharbeite, dann werde ich im Ansehen steigern, Erfolg machen und durchstarten- auch als Mama in Teilzeit!“ 

 

Mmmmh. Nope. So eher nicht. Sorry! Aber besser du erfährst es jetzt von mit! 

 



Abarbeiten führt dich direkt aufs Abstellgleis



Ich hab diesen Weg tatsächlich auch schon durch. Nicht jetzt als Mama, sondern ich durfte das schon nach meinem Studium auf die harte Tour lernen. 

 

Ich dachte: „Wenn ich als erste komme, als letzte gehe, keine Pause mache, total fleißig und effizient bin, dann wird meine Leistung gesehen und dann werde ich sicherlich super schnell befördert!“ 

 

Nope! 

 

Denn das Problem an der Sache: So sieht dich keiner! Verkriechst du dich hinter deiner Arbeit und in deinem Büro, trittst du selber als Bittstellerin auf, dann wirst du auch als diese betrachtet! 




Sichtbar werden statt sich aufzuopfern:

Warum Karriere nicht am Schreibtisch passiert



Statt alles ohne Pause abzuarbeiten und dich selber aufzuopfern, darfst du tatsächlich Spaß haben, um sichtbar zu werden! 


Dein soziales Standing ist tatsächlich wichtiger als dein Arbeitswille. Heißt natürlich nicht, dass du auf der Arbeit nicht mehr arbeiten sollst. Sondern, dass du auch Pausen machen darfst und solltest, um sichtbar zu werden! 


Erfolg und Karriere bestehen nur aus 10% aus den Hardskills und zu 90% aus Softskills, der sozialen und emotionalen Intelligenz. 


Aber wir kannst du mit dieser glänzen, wenn du dich nur hinterm Schreibtisch versteckst? 


Richtig. Gar nicht! 


Erhebe dich aus deinem Feeling irgendwas wieder gut zu machen, denn das hast du bereits: Du bist gut genug! Nun ist es an der Zeit dies auch zu zeigen! 

 



Selbstbewusstes Auftreten als Aufschwung für deine Karriere



Wenn es dir nun also gerade so geht, dass du wegen Kindkranktagen Zuhause bist oder warst und du das Gefühl hast es wieder gut machen und dich beweisen zu müssen, dann geh einmal in dich. 

 

Was leistest du rockstarmässiges? Krankes Kind und Karrierepläne! Mega! 

 

Wie ist das bisher gelaufen? Was lief gut? Was konntest du lernen? Wo konntest du dich weiterentwickeln? 

 

Wo siehst du noch Möglichkeiten zu wachsen? Woran darfst du arbeiten? 

 

Schnapp dir das Selbstbewusstsein und geh damit los! 

 

Berichte auf deiner Arbeit von deinen Erfahrungen und inspiriere andere Eltern, MitarbeiterInnen, KundInnen, KlientInnen! 

 

Karriere mit Kind zu rocken ist das eine. 

Karriere mit krankem Kind zu rocken das andere. 

 

Es ist nicht leicht. 

 

I feel you!

 

Und das macht uns zu Rockstars! 

 


Du bist ein Rockstar!



Möchtest du Unterstützung dabei Deinen Wiedereinstieg und Vereinbarkeit zu rocken? 


Hi, ich bin Jasmin und ich helfe dir dabei, deinen Wiedereinstieg nach der Elternzeit zu gestalten, damit du mit Kind Karriere machen kannst.

Meine Vision ist eine Gesellschaft, in derKarrieren mit Kind als Gewinn betrachtet werden, Mütter ihre Elternschaft zum beruflichen Vorteil machen und ihren Wiedereinstieg selbstbewusst nach ihren Vorstellungen gestalten.

In meinen Trainings & Workshops lernst du… 

 

·       …wie du deinen Wiedereinstieg strategisch planen kannst und mit deinen Kompetenzen gesehen wirst  

·       … wie du deine Elternzeit als Karrierechance nutzen und dich auch in Teilzeit erfolgreich positionieren kannst  

·       … wie du Vereinbarkeit stressfrei und harmonisch gestalten kannst, während du dich beruflich erfüllst 

 

 





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