konfliktfähigkeit

modul 3



Konfliktfähigkeit bzw Konfliktlösefähigkeit gilt als Königsdisziplin der emotionalen Intelligenz. 


Zur Konfliktlösung sind Gefühlsmanagement, Empathie, Kommunikationsfähigkeiten unerlässlich. 


Die ersten zwei Trainings sind die perfekte Vorbereitung für das Training der Konfliktlösefähigkeit- allerdings kein Muss. 


Konflikte sind als Störung empfundene Differenzen des Wahrnehmens, Wollens, Fühlens oder der Bedürfnisse. Wird eine Differenz nicht als störend empfunden entwickelt sich kein Konflikt. Erst, wenn die Interessen, Vorstellungen, Wahrnehmungen, Erwartungen oder Bedürfnisse nicht vereinbar sind und eine Person ihre Interessen zurückstellen muss, entwickelt sich ein Konflikt: Nimmt jemand das letzte Stück Schokolade, dass ich sowieso nicht wollte, entsteht kein Konflikt. Hatte ich es aber auf dieses Stück abgesehen, empfinde ich diese Differenz als störend, da mein Interesse missachtet wird. Wenn nun die Interessen unvereinbar scheinen, weder ich noch die andere Person nachgeben entsteht ein Konflikt.Konflikte entstehen aus einer Differenz, die als störend empfunden wird. Klingt ziemlich easy. Die wahre Ursache eines Konfliktes herauszufinden ist aber gar nicht so einfach, wie es scheinen mag. 

 

Das sichtbare und oft auch das bewusste eines Konflikts ist häufig nur die so genannte Spitze des Eisbergs. Diese besteht aus 20% des gesamten Konfliktthemas. Hier geht es um Daten, Fakten, Zahlen.

Unter der Wasseroberfläche lauert das wahre Ausmaß des Konflikts: unbewusste und vorherwusste Bedürfnisse, Gefühle, Werte, Erwartungen, Erfahrungen, Persönlichkeitsanteile, weitere Konflikte, Erlebnisse, Traumata. Diese emotionale Seite macht etwa 80% des Konfliktes aus. 

Der Großteil und das eigentliche Thema des Konflikts sind zunächst also weder sichtbar und häufig sogar nicht einmal bewusst.

Konflikte können für die Beziehung bedrohlich sein, wenn diese nicht bearbeitet und die Ursachen zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst werden.

Das Problem bei Konflikten ist, dass sie sich -ähnlich wie Stress- negativ auf das Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Handeln und somit auf die gesamte Persönlichkeit und somit auch auf die Beziehung auswirken.

 

Konflikte werden oft als etwas Negatives angesehen. Ungelöste Konflikte haben in der Regel negative Folgen.

 

Dabei bergen Konflikte Chancen wie auch Risiken:

 

Risiken

Ungelöst können Konflikte die involvierten Personen oder Gruppen sowie deren Kommunikation belasten und eskalieren. 

Ungelöste Konflikte wirken sich negativ auf das Miteinander, Zusammenleben und Zusammenarbeiten aus, wirken demotivierend. 

 

Chancen

Auf der anderen Seite bergen Konflikte ein großes Potential. 

Sie weisen auf den aktuellen Stand und mögliche sowie nötige Verbesserungen hin. 

Sie bieten die Möglichkeit zur Veränderung. 

 

Gelöste Konflikte verbessern das Zusammenleben und Zusammenarbeiten und können die Beziehungen vertiefen.

Aus diesem Grund möchte ich Dich dazu einladen, Konflikten positiv gegenüberzustehen, diese als Möglichkeit der Verbesserung Deiner beruflichen wie privaten Beziehungen anzusehen.